Einmal durch den Balkan und zurück

Veröffentlicht von am Dez 3, 2014 in Fotoberichte, Reiseberichte & Reportagen | 2 Kommentare
Einmal durch den Balkan und zurück
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Bei unserer zweiten Tour in den Süden wollten wir uns dieses Mal Paklenica nicht entgehen lassen. Also starteten wir den Urlaub mit einer Wanderung durch Mala Paklenica, also den großen Canyon des Nationalparks an der Adria. Warum nur habe ich einen Kletterschuh nicht eingepackt, so Vieles gäbe es hier zu entdecken…

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Auf einem malerischen Weg im oberen Teil des Canyons.

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Die Alpenvereinshütte Planinarski Dom Paklenica am Fuße des Vaganski Vrh (1757m)

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Nach kleinen Exkursionen in Kroatien legen wir Badetage in Montenegro ein. Und schlussendlich erreichen wir Albanien. Land unserer Sehnsüchte. Kurz vor der kleinen Ortschaft Radomire sehen wir endlich den höchsten Berg, den sich Albanien mit Mazedonien teilt, den Maja e Korabit 2764m oder Golem Korab, wie ihn die Mazedonier nennen.

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Korab und die Berglandschaft rund um den schwarzen Drin.

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Doch Albanien war uns dann doch nicht genug. Wir erobern neue Gefilde und machen einen Abstecher zum Ohrid-See, einem der ältesten Seen des Balkans. Wo die Natur noch stärker ist. Wegweiser auf dem Weg zum Magaro (Mazedonien).

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Am Beginn des Kares unterhalb Magaro Peak.

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Wieder zurück in Albanien passieren wir auf dem Weg nach Tirana die Industriestadt Elbasan.

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Wir können uns kaum zwischen Meer und den Bergen entscheiden. Also stranden wir im wahrsten Sinne des Wortes erneut an der Küste. Dieses Mal an der Lagune von Nartes unweit von Vlora einer touristischen Badestadt. Gegenüber ist die Halbinsel Karaburun zu sehen. Das nördlichste Kap markiert die Trennlinie zwischen Adria und dem Ionischen Meer.

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Ein etwas in die Jahre gekommener Steg in der Lagune von Nartes. Nur über diesen gelangt man zum Kloster Zvernec, das sich auf einer kleinen Insel befindet. In den Herrschaftsjahren des albanischen Diktators Enver Hoxhas wurde es zwischenzeitlich als Gefängnis genutzt.

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Einmal über den Llogara-Pass nach Süden und am Beginn der Albanischen Riviera tut sich dieser Blick auf. Tausend Meter unter uns liegt das Ziel unserer Suche am Ionischen Meer, ein (beinahe) einsamer Strand.

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Es ist schön, es ist heiß, es ist fantastisch.

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Wir sind am Ziel – oder doch noch nicht?

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Nachdem wir ausgiebig geplantscht und gestaunt haben – über das Meer, die 2000 Meter hohen Berge dahinter und die fehlenden Menschen – tranken wir an der Bar noch ein Bierchen und danach bezogen wir unser Nachtlager. Ad: Es war die Nacht als Deutschland Brasilien in Grund und Boden schoss. Am nächsten Tag sollte ich den Schilderungen unserer “Gastfamilie”, welche das kleine “Café” am Strand betrieb und in den Ort fuhr, um Fussball zu schauen, keinen Glauben schenken.

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Immer wieder weckt mich nachts das Geräusch der Brandung. Erhaben richte ich mich auf und blicke auf den mondbeleuchteten Strand – so anders kann zelten sein.

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Guten Morgen! Im “Café” herrscht schon Betrieb, der Sohn der Besitzer sieht nach dem Rechten und geht mal eine Runde Schwimmen, was sonst.

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Und doch noch Griechenland, Hellas! Hier nach einem luxuriösem Essen in der Innenstadt des sympathischen Hafenstädtchens Igoumenitsa. Für viele Touristen nur Durchgangsstation auf dem Weg zu den vielen Inseln in der Ägäis und im Ionischen Meer. Auf dem Weg in den Süden, enschlossen wir uns kurzerhand nach Griechenland überzusetzen und per “Feribod” zurück nach Venedig zu gondeln. Gierig nach anderen und “noch schöneren” Stränden gelangen uns Begegnungen der eigenartigen Kategorie. Ganz vorne auf der negativen Hitliste: Ksamil gefolgt von Saranda. So ungefähr muss die Copacabana auf albanisch zumindest angedacht sein, denn zu Ksamil – kurz vor der Grenze zu Griechenland – wird uns Fantastisches geschildert, es ist allerdings doch mehr eine einzige Bauruine als schöner Badeort. Einzig schön ist dort nur das Wegfahren.

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Auch auf der Fähre bleiben wir unserem Motto “Troy” – Zelten für Fortgeschrittene aufgrund jeglicher Unmöglichkeit einen Anker in den Boden zu bringen. Und meint bloß nicht, es gäbe Leute an Deck, die hätten das nicht geschafft – allerdings am Deck über uns. Shqipëri, Falemanderit dhe Mirupafshim! Wir kommen wieder.

2 Kommentare

  1. Stefan
    4. Dezember 2014

    Tolle Ecken. Unglaublich, jetzt habens am Strand unterhalb des Llogara Pass auch schon eine Imbissbude. Waren 2011 und 2012 dort, da war noch nichts – dafür war die Auf- und Abfahrt mit dem Auto eine ganz schöne Herausforderung.

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    • Gerald Radinger
      4. Dezember 2014

      In der Tat sehr tolles Land, Stefan. Und ja, am Strand war es abenteuerlich hinunter zu fahren. Doch mittlerweile dürfte eine asphaltierte Straße dorthin führen. Die Bauarbeiten habe gerade begonnen, als wir dort waren. Gleiches trifft auf die Disko zu, die im Sommer noch Baustelle war und den Strand künftig in Unruhe versetzen wird. Übrigens sehr zum Wohlgefallen der Familie, die das dortige Kaffee betreibt. Sie erhoffen sich wirtschaftliche Zuwächse. So ist das.

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