
Das Gesäuse ist auf dieser Plattform schon mehrmals angesprochen worden und nicht zuletzt aus eigener Affinität zu dieser kleinen, aber einzigartigen Gebirgsgruppe, wird mit Sicherheit auch noch öfter darüber berichtet werden.
Namhafte ortsansässige Obersteirer haben nun nach langer Wartezeit den Auswahlkletterführer Gesäuse neu aufgelegt und damit ein noch nie da gewesenes, in Umfang und Detailliebe unvergleichliches Werk geschaffen. Quantitativ hat sich das Buch gegenüber der ersten Auflage beinahe verdoppelt. Nicht nur die Neuaufnahme neuer (und teilweise frisch sanierter) Routen, sondern auch die Erweiterung von so mancher Tour mit aufwendigen Topos machen diese neue Auflage zu einem wertvollen Informationsmedium für Kletterer. Die vielen Farbfotos ergänzen die präzisen Beschreibungen, Übersichtsfotos und Topos zu einem runden Gesamtbild. So erquicklich sich dieser Kletterführer “liest”, so kann man sich bereits im Wohnzimmer in jede Tour “hineinfühlen”. Wünschenswerter Maßstab für die Konkurrenz – Weit oben auf der Skala.
“Xeis Auslese – Auswahlkletterführer Gesäuse” von Jürgen Reinmüller und Andreas Hollinger ist 2009 beim Alpinen Rettungdienst Gesäuse erschienen und im Eigenverlag erschienen und im Fachbuchhandel und auf der Website erhältlich: 33,95 Euro. 490 Seiten, 2. Aufl. 2009
Wie bereits erwähnt geht’s im Juli auf das Dach Europas – den Elbrus. Die kommende Woche werde ich mich noch auf den Bergen Oberösterreichs so gut es geht darauf vorbereiten und die Ausrüstung auf Herz und Nieren überprüfen. Die Visumvergabe klappte soweit, auch wenn es bei der Russischen Botschaft kleine Verzögerungen gab. Schlussendlich konnte ich die nette Dame am Schalter mit Kontotransaktionsausdrucken von meiner Bank doch noch überzeugen, dass die € 35 Bearbeitungsgebühr bereits von mir gezahlt wurden; Unterschrift und Ausweiskopie zwingend notwendig! Diese Woche habe ich noch vom Organisator der UIAA erfahren, dass knapp über 40 Teilnehmer zu erwarten sind aus Ländern wie Australien, England, Bosnien, Deutschland, Spanien, Litauen, Malaysia, Italien u.v.m. Mit großer Vorfreude gehts jetzt nach Oberösterreich und mit spannenden Berichten und neuen Tourentipps melde ich mich dann hier wieder zurück.

Auf dem Gipfel des Almkogels. Dahinter die schneebedeckten Gesäuseberge.
Warum der Almkogel im Sommer wie im Winter ein beliebter Wanderberg ist, wird spätestens klar, wenn wir auf seinem Gipfel stehen: Ein fabelhaftes Panorama, grüne Almwiesen und tiefe Einblicke in den Nationalpark. Eine ausgiebige Rundwanderung auf sanften Almwiesen von der Stallburgalm aus.
| 6 1/2 Std. – 1350 Hm
Talort: Weyer, 949 m
Anreise: Über die B 115 zwischen Steyr und Hieflau Richtung Weyer, dann Richtung Bhf. Kastenreith/Küpfern abzweigen. Über die kleine Ennsbrücke unter der Eisenbahnbrücke, dann nach rechts. Nach ca. 1,4 km links unter dem Viadukt zum Parkplatz.
Mit den ÖBB zum von St. Valentin, Kleinreifling oder Amstetten zur Hst. Kastenreith.
Ausgangspunkt: Bahnhof Kastenreith
Anforderungen: Bis zur Alm auf Forststraßen, schmale und markierte Steige zum Gipfel und am Kamm. Besonders beim Aufstieg zum Burgspitz und beim Abstieg vom Almkogel Trittsicherheit vorteilhaft.
Gehzeiten: Bhf. Kastenreith – Stallburgalm 2 1/4 Std. – Burgspitz 1 Std. – Almkogel 3/4 Std. – Stallburgalm 1 Std. – Bhf. Kastenreith 1 1/2 Std.
Stützpunkte: Stallburgalm, 1032 m
Karten: ÖK 50 4202 UTM |
Vom Bahnhof Kastenreith folgen wir der Straße zur kleinen Ennsbrücke, bleiben aber am selben Ennsufer und folgen der Straße flussabwärts bis zum Viadukt (ca. 1,4 km – bis hierher kann mit dem Auto gefahren werden). Der Aufstieg beginnt gemächlich die Asphaltstraße entlang bergwärts. Am ersten Haus rechts vorbei auf einen Traktorweg und über eine Holzbrücke (Weg Nr. 494). An einem kleinen Häuschen vorbei durch den Wald auf eine Forststraße. Bergauf gelangen wir schnell zu einer Kreuzung. Wir halten uns rechts und beginnen den langen „Straßenhatscher“ zur Stallburgalm. Anfangs geht es steil und direkt neben dem Bach bergauf, nach der ersten Serpentine verlassen wir den Graben und umgehen eine Jagdhütte in weitem Bogen. Nach dem „Teufelskircherl“, einem eigentümlichen Felszahn am Straßenrand, eröffnet sich ein wunderbarer Ausblick. „In den Mauern“ steht in der Karte – warum, wird beim Anblick der gegenüberliegenden Talseite klar. Kurz vor der Alm folgen wir rechts dem Weg durch den Wald und umgehen so die letzte Serpentine. Die Alm, lieblich eingebettet zwischen den schroffen Osthängen von Burgspitz und Almkogel, lädt schon zum Sitzen auf der Sonnenterrasse ein (direkter Anstieg auf den Almkogel möglich, 1 1/2 Std.). Doch nach kurzer Pause folgen wir dem Weg hinter der Hütte, der uns, indem er immer schmaler wird, zwischen Latschenkiefern auf die weiten Ödböden manövriert (Trittsicherheit). Am linken, südlichen Rand der Weide steil, aber ungefährlich, zur sanften Gipfelkuppe (1 Std.). Stets am Kamm bleibend führt uns der Weg Richtung Süden – auf und ab über das Brunnbacheck – zum Almkogel (3/4 Std.). Nach der aussichtsreichen Gipfelrast folgen wir dem Weg über die Ostflanke. In direkter Linie führt uns der Weg meist sehr steil auf eine kleine Einsattelung zwischen Alm- und Hühnerkogel – den Übergang (1216 m). Dem Weg nach Norden folgend erreichen wir – zuletzt auf Forststraßen – erneut die Stallburgalm. Der weitere Abstieg zum Bahnhof erfolgt auf dem Aufstiegsweg.


GPS-Track (Download mit rechter Maustaste “Ziel speichern unter…”)

Abgewandelter Auszug und Erweiterung der Tour aus dem Wanderbuch: “Wandererlebnis Kalkalpen – Die 50 schönsten Touren im Nationalpark”. Alle Rechte, insbesondere das des auszugsweisen Abdrucks und das der fotomechanischen Wiedergabe, vorbehalten. Residenz Verlag 2009.

Die Stallburgalm am Fuße des Burgspitz
| Alpiner Verein: |
Naturfreunde |
| Sektion: |
Weyer |
| Gebirgsgruppe: |
Oberösterreichische Voralpen |
| Kategorie: |
Kategorie I |
| Bewirtschaftung: |
Mitte Mai bis Ende Oktober an Wochenenden und Feiertagen. Wochentags Selbstversorgerhütte |
| Schlafplätze: |
Lager |
| Winterraum: |
Nein |
| sonstige Informationen: |
Warmwasser, Strom, WC |
| Karte: |
ÖK 50 4202 UTM |
| Kontakt: |
+43/7355/200 67 oder Hütte: +43/664/73511803, ed.ebner@aon.at |
In einem schmalen Seitengraben oberhalb des Ennstals liegt die Stallburgalm in einem wunderschönen Kessel zwischen Dürrentsteigkamm und dem Hühnerkogel. Von der Almhütte erreicht man unschwierig die umliegenden Gipfel und kann auf der großzügigen Hüttenterrasse auch einfach die ruhige Umgebung genießen.
Zwar ist die Stallburgalm keine Alm im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr ein an den Wochenenden bewirtschaftetes Schutzhaus, doch an Gemütlichkeit und guter Bewirtung fehlt es hier sicherlich nicht.
Anreise:
Mit den ÖBB zum Bahnhof Kastenreith oder Küpfern. Von dort zu Fuß zum Ausgangspunkt.
Hüttenzustieg:
Vom Parkplatz beim Viadukt. Siehe folgenden Beitrag.
Hüttenverbindungen:
Ennser Hütte, 1293 m
Schüttbauernalm, 1070 m
Gipfel:
Almkogel, 1513 m
Hühnerkogel, 1474 m
Burgspitz, 1429 m
Katzenhirn, 1393 m

GPS-Wegpunkt (Download mit rechter Maustaste “Ziel speichern unter…”)

Diese Hütte finden Sie im Wanderbuch: “Wandererlebnis Kalkalpen – Die 50 schönsten Touren im Nationalpark”. Alle Rechte, insbesondere das des auszugsweisen Abdrucks und das der fotomechanischen Wiedergabe, vorbehalten. Residenz Verlag 2009.
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