
Auf dem Alpstein. Dahinter Trämpl und Sengsengebirgskette.
Familienwanderung im Herzen des Hintergebirges
Eben sind wir noch oben gestanden auf beiden Gipfeln, die rauen Nordabstürze des Sengsengebirges zum Greifen nah, das Waldmeer des Hintergebirges zu unseren Füßen. Bei einer guten Jause auf der Hausbank vor der Alm drängen sich die beiden Felszähne wieder ins Bild. Die Hausgipfel der Ebenforstalm sind ganz besonders schöne Aussichtsberge und schnell von der Alm über Wald und Wiese zu erreichen.
3 ¾ Std. - 800 Hm
| Talort: Molln, 442 m Anreise: Siehe Tour 27. Pp. Einfahrt von der Scheiblingau in den Bodinggraben nur zwischen 6.00 und 9.00 Uhr möglich. Ausgangspunkt: Jagahäusl, 640 m; Bodinggraben. Anforderungen: Abwechslungsreiche Alm- und Waldwanderung auf schönen, markierten Wegen. Bei Nässe etwas rutschig. Trittsicherheit beim felsigen Schlussanstieg zum Alpstein. Gehzeiten: Bodinggraben–Ebenforstalm 1 Std.–Alpstein ¾ Std.–Trämpl ¾ Std.–Ebenforstalm ½ Std.–Bodinggraben ¾ Std. Stützpunkte: Ebenforstalm, 1105 m; Jagahäusl, 640 m. Karten: f&b WK 051; ÖK50 Bl. 69 BMN, 4202, 4208 UTM |
Beim Parkplatz am alten Jagdhaus folgt man dem Naturerlebnisweg „Wasser-Spuren“ entlang des rauschenden Bachs aufwärts. Während der Erlebnisweg an einer Wiese links zu einer Panoramabank führt, folgen wir dem mit der Nummer 472 gekennzeichneten Weg im Bodinggraben weiter. (Als Bodinge bezeichnet man übrigens die unzähligen ausgewaschenen Tümpel des Baches.) In Serpentinen gelangen wir durch den märchenhaften Buchenwald, eine Forstraße überquerend, auf
eine Anhöhe. Ein kurzes Stück auf einem Karrenweg abwärts, und wir stehen auf der Hochweide der Ebenforstalm. Die Alm liegt bereits in greifbarer Nähe links von uns, doch wir halten uns rechts und wandern über die Wiesen unter den felsigen Sporn des Trämpls. In der Mulde zweigen wir rechts Richtung Alpstein ab und queren leicht ansteigend zum Luchsboden. Nach Osten auf dem Almboden weiter bis südlich unter den Gipfelaufbau und steil über Schroffen zum nahen Kreuz. Über die kurze Steilstufe erreichen wir wieder die Einsattelung zwischen Alpstein und Trämpl und marschieren über die Weide Richtung Westen und bergauf unter die kleine Felswand. Im Schatten weiter sanft ansteigend aufwärts und auf den Trämpl. Die Aussicht lädt zum Verweilen ein, aber der Magen knurrt und fordert eine Einkehr auf der Alm. Der Topfenstrudel von Halterin Anneliese ist unter Wanderern berühmt.
Deshalb nehmen wir den kürzesten Abstieg nach Westen, das Sengsengebirge vor Augen, bis zu einem flacheren Stück (Abzweigung). Links kann man zur neu erbauten Almhütte der Schaumbergalm, auf der Südseite des Trämpls, absteigen (siehe Tour 29). Wir aber biegen rechts unter die Felsen der Nordwand und gelangen so zurück auf die Ebenforstalm zur verdienten Rast. Zurück auf demselben Weg.
Auszug aus dem Wanderbuch: “Wandererlebnis Kalkalpen – Die 50 schönsten Touren im Nationalpark”. Alle Rechte, insbesondere das des auszugsweisen Abdrucks und das der fotomechanischen Wiedergabe, vorbehalten. Residenz Verlag 2009.






































Neueste Kommentare