Archiv für das 'buch'-tag

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Meine Spur / Rupertus Verlag

MeineSpur

Schon 2006 im Rupertus Verlag erschienen, reiht sich “Meine Spur” an einem ganz besonderen Platz zwischen den gängigen Skitourenführern am Markt ein. Alleine die Tatsache, dass insgesamt elf Personen Tourenbeiträge und Fotos lieferten ist ein Unikum in der Führerlandschaft. Von leichten und mittelschweren Touren bis hin zu den toughen Karabfahrten ist für jedes skifahrerisches Können etwas dabei.

Auch der Erschließer des Hochkönigs und des Tennengebirges, Albert Precht, bringt in diesem gut und übersichtlich gestaltetem Führer seine Kenntnisse zu Papier. Von der Osterhorngruppe bis zu den Hohen Tauern und von den Loferer Steinbergen bis zu den Schladminger Tauern sind rund 130 Touren bestens dokumentiert und mit Kärtchen illustriert. Ein hervorragendes Handbuch für ein abwechslungsreiches und vor allem schönes Tourengebiet. Einzig negativer Aspekt: Eine Übersichtskarte der Touren würde die Orientierung für Ortsunkundige erleichtern.

“Meine Spur – Skitourenführer, Salzburg und angrenzende Gebiete”, herausgegeben von Christian Heugl ist 2006 im Rupertus Verlag (Salzburg) erschienen und ist im ausgewählten Fachhandel erhältlich: € 24,20 [A/D]. ISBN: 978-3-9023-1704-9, 348 Seiten. 1. Aufl. 2006

Elbrus / Stein Verlag

ElbrusSteinVerlag

Europa. Wo beginnt der Kontinent und wo endet er? Auch gegenwärtig eine der heftigsten Debatten innerhalb und außerhalb der Europäischen Union die Historiker gleichermaßen wie Politiker und Geologen sowie Geografen und die Religionsgemeinschaften interessieren. Wo würde man die “Grenze” ziehen. Vermutlich jeder wo anders. Wo genau liegt dann eigentlich der 5.642 m hohe Elbrus im russischen Kaukasus?

Mit dieser Frage beschäftigt sich auch Jens Jäger in dem im Oktober 2008 erschienen Buch zum besagten Berg. Der Band 244 der renommierten Reihe im Conrad Stein Verlag ist somit seit Jahren wieder das erste literarische Werk über den doppelgipfeligen Vulkankegel. Die Konzeption eines eigenen europäischen Kontinents, abgesondert von Eurasien,  setzte sich im historischen Diskurs zwar durch. Wo aber genau Europa endet und Asien beginnt konnte nicht geklärt werden, denn das ist, wie Eingangs bereits angeschnitten, je nach Standpunkt und Blickwinkel unterschiedlich.

Unter Bergsteigern besitzt die wissenschaftliche Argumentation keine Relevanz, so Jäger. Vom Elbrus als höchsten europäischen Berg zu sprechen hat sich in den 80er Jahren durchgesetzt und somit wurde ohne größerer Intention eine eigene Konstruktion von “Europa” formuliert. Maßgeblich dafür verantwortlich ist der US-Amerikaner Frank Wells, der den Begriff der “Seven Summits” erfand. Davor sprach man noch von den fünf höchsten Bergen auf den fünf Kontinenten: Kilimandscharo, Mount McKinley, Aconcagua, Mount Everest und Mont Blanc. Dick Bass bestieg zwischen 1983 und 1985 gemeinsam mit Frank Wells (der am Everest scheiterte) als Erster die besagten Gipfel der fünf Kontinente und erweiterte die Liste um Mount Vinson (für die Antarktis) und um Mount Kosciusko (für Australien). Für aufmerksame Beobachter stellt sich die Frage, wo der Elbrus hier mitspielt? Wells und Bass bestiegen den Elbrus in englischer Tradition anstatt des Mont Blancs. 1874 wurde der Westgipfel des Elbrus durch eine britische Expedition “erobert” und seitdem wird er in anglo-amerikanischen Bergsteigerkreisen als höchster Punkt des Kontinents gesehen. Weiters zählt heute die bergsteigerisch viel interessantere Carstenz-Pyramide in Indonesion als höchster Berg Australiens/Ozeaniens und wird im Zuge der Seven Summits bestiegen.

Durch die Buchveröffentlich von Wells und Bass zusammen mit Ridgeway entwickelte sich der Begriff der “Seven Summits” rasch zum Schlagwort und wurde ständig neu aufgegriffen. Was damals als bergsteigerische Leistung zählen konnte, wird heute als Pauschalreise auf diese Gipfel veranstaltet. Außergewöhlich positives Beispiel der Seven Summits-Besteigung ist der Admonter Christian Stangl, der sich selbst als Skyrunner bezeichnet und an fünf der sieben Gipfel den Weltrekord hält. Das ist aber eine andere Geschichte.

Jens Jäger schließt die Einführung mit einem Rat ab: Bergsteiger, die sicher gehen wollen auf dem höchsten Berg Europas gestanden zu haben, wird nichts anderes übrig bleiben als Mont Blanc und Elbrus gemeinsam zu besteigen. Für die individuelle Besteigung des Elbrus hat Jäger ein detailgenaues Buch mit sattem Informationsteil vorgelegt. Die für Besteigungen übliche Südroute wird ebenfalls beschrieben. Leider wurden keine anderen Aufstiegsmöglichkeiten in das Buch aufgenommen, denn das Elbrusmassiv bietet weit mehr als die über Seilbahnen und Lifte verlaufende Standardroute auf den Westgipfel. Ich freue mich auf die zweite, und hoffentlich erweiterte, Auflage.

Outdoor Handbuch Band 224 “Russland: Elbrus” von Jens Jäger ist 2008 im Conrad Stein Verlag (Welver) erschienen und im Buchhandel erhältlich: € 9,90 [D] / € 10,20 [A]. ISBN: 978-3-8668-6244-9, 124 Seiten, 1. Aufl. 2008

Wandererlebnis Kalkalpen

Wandererlebnis_KalkalpenWandererlebnis Kalkalpen
Die 50 schönsten Touren im Nationalpark

Entdecken Sie die schönsten Seiten der Kalkalpen!

Der Nationalpark Kalkalpen ist ein herrliches, ruhiges Wandergebiet für echte Naturliebhaber und leidenschaftliche Wanderer. Von abwechslungsreichen Almwanderungen im Reichraminger Hintergebirge bis zu rassigen Touren an den Kalkriesen der Haller Mauern ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Einkehr auf einer der malerische gelegenen Hütten und Almen rundet einen ereignisreichen  Tourentag in der Nationalpark Kalkalpen Region würdig ab. In diesem Wanderbuch sind die 45 schönsten Tages- und die fünf lohnendsten Trekkingtouren detailliert beschrieben und mit exakten Höhenprofilen, genauen Kartenskizzen und schönen Farbfotos ergänzt. Genießen Sie die einzigartige Bergwelt des Nationalparks im Südosten Oberösterreichs – mit diesem Buch im Rucksack wird jede Tour zum Wandererlebnis.

Der Nationalpark Kalkalpen – bestehend aus dem größten zusammenhängenden Waldgebiet der Nördlichen Kalkalpen, des Reichraminger Hintergebirges, und des schroffen Kammes des Sengsengebirges – ist ein wunderschönes und ursprüngliches Wandergebiet. Aus 45 Wandervorschläge mit präzisen Beschreibungen können Familien genauso wie ambitionierte Bergwanderer die passende Tagestour wählen. Ergänzt mit fünf Trekkingtouren, die mehrtägige Streifzüge erlauben, ist dieses Wanderbuch ein kompetenter Begleiter im Nationalpark Kalkalpen und in den angrenzenden Haller Mauern.

• 45 Tages- und 5 Trekkingtouren
• 1 Radtour und 3 Klettersteige
• Ausführlicher Informationskasten zu jeder Tour
• Übersichtliche Kartenskizzen und klare Höhenprofile
• Kurzcharakterisierung und Schwierigkeitsbewertung
• Informationen über Hütten und Stützpunkte
• Detaillierte und präzise Routenbeschreibungen
• Panoramafotos zum Bestimmen der Bergwelt

“Wandererlebnis Kalkalpen. Die 50 schönsten Touren im Nationalpark” ist 2009 im Residenz Verlag (St. Pölten) erschienen und im Fachbuchhandel erhältlich: € 19,90  [D/A]. ISBN: 978-3-7017-3133-6, 176 Seiten, 1. Aufl. 2009

Jetzt im Handel erhältlich

Kaufmöglichkeiten:
Residenz Verlag
Buchhandlung Freytag & Berndt
Amazon.de

Links
www.residenzverlag.at
www.vielseitig.co.at
www.buchgestaltung.at
www.kalkalpen.at
www.nationalpark-region.at

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Zusatzinformationen & Änderungen werden hier laufend verwaltet, aber als Blog-Threads angekündigt

Totes Gebirge – Skitourenklassiker / Sadleder

totes-gebirge-skitourenklassikerDas sich auf die Bundesländer Steiermark und Oberösterreich ausbreitende Massiv des Toten Gebirges ist ein traditionelles Skitourengebiet. Christian Sadleder, hat nun in seiner dritten Veröffentlichung im Eigenverlag die schönsten Touren ausführlich zusammengefasst.

In fünf Tourengebieten aufgeteilt bietet der Führer die nötige Übersicht. Zur weiteren Orientierung dienen Übersichtskarten für jedes Tourengebiet und die ausführliche Anfahrtsbeschreibung. Durch die kurze Charakterisierung der einzelnen Touren, kann man sich bereits zu Beginn eines jeden Kapitels, die günstigste Tour wählen. Die Beschreibung der Touren ist präziser als für Skitourenführer gewöhnlich und mit Fotos, Übersichtsfotos und einem Höhenprofil ausgestattet. Die fehlende Karte wird mit einer Wegskizze zwar nicht komplett kompensiert, doch ein Farbsystem im Wegverlauf erleichtert die Zuordnung zur Beschreibung.

Besonderes Feature des Buches sind fünf verschiedene Tourenvorschläge für Überschreitungen des Karstplateaus des Toten Gebirges – eine landschaftlich einmalige Unternehmung.

“Totes Gebirge – Skitourenklassiker” von Christian Sadleder ist 2008 im Eigenverlag erschienen und im Fachbuchhandel und auf der Website erhältlich: 19,90 Euro. 128 Seiten, 1. Aufl. 2008

Alpine Ice / Versante Sud

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Der aus dem italienischen Sondrio stammende Mario Sertori hat mit diesem Buch an die vorherige Sammlung der schönsten Eisfälle in den Zentralalpen (erschienen 2007 bei Blu Edizioni) angeknüpft und ein einzigartiges Kompendium für Eiskletterfreaks geschaffen. Am Fuße von Bernina und Bergell aufgewachsen, hat er den Beruf des Bergführers ergriffen und sich bereits mit zahlreichen Veröffentlichungen in Magazinen (z.B.: Vertical) und dem Kletterführer “Nichts als Granit” auf sich aufmerksam gemacht.

Klassische aber auch neue Gebiete reihen sich aneinander. In Frankreich, der Schweiz, Österreich, Slowenien und Italien kann man nun gefrorenes Wasser unter Anleitung erklimmen. Eine kurze Einleitung informiert über die Schwierigkeitsbewertungen und die, für (Eis-)Kletterführer üblichen Piktogramme. Pro Tourengebiet gibt es einen knappe Anfahrtsbeschreibung. Mehr braucht man eigentlich nicht, zumal viele Übersichtsfotos die Routen eingezeichnet haben und so eine gute Orientierung ermöglichen. Am Ende der Länderkapital werden noch die großen Namen der nationalen Eiskletterszene in einem kurzen Porträt vorgestellt, die da wären: Patrick Gabarrou (FRA), Ueli Steck (CH), Beat Kammerlander (Ö), Peter Podgornik (SLO), Ezio Marlier (ITA). Womit auch keine Frau dabei wäre und sich der Leser fragt, warum Sertori nicht auch ein paar Wasserfälle in Deutschland miteinbezogen hat.

Im großen und ganzen ein netter Führer, der eine Übersicht über die Hotspots der alpinen Eiskletterwelt verschafft. In Frankreich kommt man sogar in den Genuss eines Gebietes in den Pyrenäen. Literaturangaben zu den einzelnen Gebieten ermöglichen ein Vertiefen in die Materie und erleichtern die Planung ohne aufwendige Recherche. Wer sich allerdings auch in Österreich viele Gebiete erhofft, liegt leider falsch. Brandnertal, Inntal, Kauner- und Stubaital, die Renkfälle und Sellrain sind die einzigen Tourengebiete in Österreich. Wer sich also fragt, wie man am besten ins Malta-, Rauriser-, Gasteinertal kommt, der bleibe weiter bei den kleinen Handbüchern aus dem Alpinverlag. Kandersteg und Co. sind hier bestens repräsentiert. Der Löwenanteil der Touren liegt verständlicherweise in Italien.

“Alpine Ice – Die 600 schönsten Eisfälle im Alpenraum” von Mario Sertori ist 2009 im Verlag Versante Sud (Mailand) erschienen und in Deutsch, Englisch und Italienisch im Fachbuchhandel erhältlich: 31,50 Euro. ISBN 978-8-8878-9082-2 (Deutsche Ausgabe), 448 Seiten, 1. Aufl. 2009