Looking like a certified hiking guide

Veröffentlicht von am Aug 25, 2013 in Einblicke, Fotografie | 2 Kommentare
Looking like a certified hiking guide

Die Fotoserie mit dem Titel “Looking like a certified hiking guide” entstand aus einer spontanen Idee heraus, hat Ihren Ursprung in den von mir absolvierten Ausbildungen im alpinen und universitären Bereich der Jahre 2010 und 2012 und besteht aus Schnappschüssen und Selbstporträts.

Anspielend auf die Entwicklung, dass Ausbildung als eines der wichtigsten Güter einer expandierenden Informationsgesellschaft gesehen wird und des Weiteren eine unüberschaubare Menge an Anbietern mit verschiedensten Angeboten und Zertifizierungen auf den Markt  geschwemmt hat, und hinsichtlich dem eigenen Bemühen bestausgebildet am Arbeitsmarkt zu bestehen, spielen die Fotografien dieser Serie bewusst mit einer Ironisierung prophezeiter Bilder einer beruflich erfolgreichen Zukunft und den Erwartungen der Ausgebildeten an diese.

Ausgehend von der Annahme, dass eine Ausbildung dem Menschen Wissen und Kenntnisse vermittelt und nicht zwingerndermaßen für die BILDung (Formung und Gestalt) eines Menschen verantwortlich ist, soll mit dieser Arbeit der Blick auf die verkörperten Bilder, die durch die unterschiedlichen Diploma und bolognaesken Nivellierungen entstehen und entstanden sind, geschärft werden. Dort wo diese Bilder der gesellschaftlichen Bedeutung jener Ausbildungen gehorchen, erlangen Lebensläufe als Visitkarten der Leistungen des eigenen Lebens an Relevanz. Berufliche Stationen und Ausbildungen werden dort tabellarisch angeführt, mit dem Ziel, dem Leser ein Bild von sich zu vermitteln. Doch in dem Maße, wie Punkte bewusst in einem Lebenslauf Aufnahme finden, werden andere wiederum explizit weggelassen.

Mit den auf den Fotos dieser Serie dargestellten Situationen, sollen die schwarzen Flecken eines Lebenslaufs – die individuelle Zeit zwischen Prüfungen, Arbeit und Pflichten des alltäglichen Lebens – sichtbar gemacht werden. Dabei werden und wurden bewusst situative Momente festgehalten, anstatt jene eines beliebigen Lebenslaufes. Die Darstellung weicht von der gewohnten Sichtweise ab und zeigt einen Moment fernab von Zertifikaten und Ausbildungen. Entkoppelt von der Norm eines Lebenslaufes kann für den Betrachter neuer Raum entstehen, wo im Zentrum der Aufmerksamkeit die Situation und die darin befindliche Person stehen.

(c) Gerald Radinger

# 1

(c) Katharina Maria Grabner

# 2 – Foto: (c) Katharina Maria Grabner

(c) David Eisl

# 3 – Foto: (c) David Eisl

(c) Elke Neuhold

# 4 – Foto: (c) Elke Neuhold

(c) Nicole Radinger

# 5 – Foto: Nicole Radinger

(c) Elke Neuhold

# 6 – Foto: Elke Neuhold

(c) Gerald Radinger

# 7

(c) Mark Weiler

# 8 – Foto: (c) Mark Weiler.

2 Kommentare

  1. Christine
    10. September 2013

    Hey,

    coole picts!

    Hast du damals meine mail bekommen?

    lg Christine (wanderguideausbildungsseminarspital)

    Reply
    • Gerald Radinger
      10. September 2013

      Hallo Christine,

      danke! Ja, klar. Melde mich bald.

      Liebe Grüße,
      Gerald

      Reply

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