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Hochtouren Westalpen 1 / Rother

hochtouren westalpen Obgleich des goldenen Herbstes neigt sich die Hochtourensaison langsam aber sicher dem Ende zu. Dennoch möchte ich ein lange erwartetes Buch aus dem Bergverlag Rother nun etwas verspätet vorstellen. Die ansprechende Reihe “Selections” hat mit diesem Titel neuen Zuwachs bekommen. Nach langer Wartezeit ist der erste Band des Hochtourenauswahlführers für die Westalpen erschienen. Zwischen Tödi und Grand Combin - wie es im Titel lautet - führen uns die von diversen anderen Erscheinungen bekannten Autoren auf klassische Fels- und Eistouren in die Schweiz. Im Wesentlichen sprechen wir von der deutschsprachigen Schweiz und von den berühmten Berggestalten in den Berner und Walliser Alpen. Schon beim Durchblättern stechen die klingendsten Namen ins Auge. Aber auch der eine oder andere weniger bekannte Gipfel bzw. die ein oder andere weniger bekannte Route fernab der großen Ströme kann man in diesem Buch finden. Ein Tourenführer, der aufgrund der gewohnt zahlreichen Fotos auch zum Blättern und Schökern in der warmen Stube gedacht ist. Ansprechendes Layout und präzise recherchierte Informationen verstehen sich von selbst. Sozusagen die Pause-Nachfolger im 21. Jahrhundert.

“Hochtouren Westalben – Band 1: 88 Fels- und Eistouren zwischen Tödi und Grand Combin” von Wolfgang Pusch, Edwin Schmitt, Thomas Senf und Michael Waeber ist 2009 im Bergverlag Rother (München) erschienen und im Fachbuchhandel erhältlich: € 29,90 [D], € 30,80 [A]. ISBN: 978-3-7633-3028-7, 288 Seiten, 1. Aufl. 2009

Alpine Ice / Versante Sud

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Der aus dem italienischen Sondrio stammende Mario Sertori hat mit diesem Buch an die vorherige Sammlung der schönsten Eisfälle in den Zentralalpen (erschienen 2007 bei Blu Edizioni) angeknüpft und ein einzigartiges Kompendium für Eiskletterfreaks geschaffen. Am Fuße von Bernina und Bergell aufgewachsen, hat er den Beruf des Bergführers ergriffen und sich bereits mit zahlreichen Veröffentlichungen in Magazinen (z.B.: Vertical) und dem Kletterführer “Nichts als Granit” auf sich aufmerksam gemacht.

Klassische aber auch neue Gebiete reihen sich aneinander. In Frankreich, der Schweiz, Österreich, Slowenien und Italien kann man nun gefrorenes Wasser unter Anleitung erklimmen. Eine kurze Einleitung informiert über die Schwierigkeitsbewertungen und die, für (Eis-)Kletterführer üblichen Piktogramme. Pro Tourengebiet gibt es einen knappe Anfahrtsbeschreibung. Mehr braucht man eigentlich nicht, zumal viele Übersichtsfotos die Routen eingezeichnet haben und so eine gute Orientierung ermöglichen. Am Ende der Länderkapital werden noch die großen Namen der nationalen Eiskletterszene in einem kurzen Porträt vorgestellt, die da wären: Patrick Gabarrou (FRA), Ueli Steck (CH), Beat Kammerlander (Ö), Peter Podgornik (SLO), Ezio Marlier (ITA). Womit auch keine Frau dabei wäre und sich der Leser fragt, warum Sertori nicht auch ein paar Wasserfälle in Deutschland miteinbezogen hat.

Im großen und ganzen ein netter Führer, der eine Übersicht über die Hotspots der alpinen Eiskletterwelt verschafft. In Frankreich kommt man sogar in den Genuss eines Gebietes in den Pyrenäen. Literaturangaben zu den einzelnen Gebieten ermöglichen ein Vertiefen in die Materie und erleichtern die Planung ohne aufwendige Recherche. Wer sich allerdings auch in Österreich viele Gebiete erhofft, liegt leider falsch. Brandnertal, Inntal, Kauner- und Stubaital, die Renkfälle und Sellrain sind die einzigen Tourengebiete in Österreich. Wer sich also fragt, wie man am besten ins Malta-, Rauriser-, Gasteinertal kommt, der bleibe weiter bei den kleinen Handbüchern aus dem Alpinverlag. Kandersteg und Co. sind hier bestens repräsentiert. Der Löwenanteil der Touren liegt verständlicherweise in Italien.

“Alpine Ice – Die 600 schönsten Eisfälle im Alpenraum” von Mario Sertori ist 2009 im Verlag Versante Sud (Mailand) erschienen und in Deutsch, Englisch und Italienisch im Fachbuchhandel erhältlich: 31,50 Euro. ISBN 978-8-8878-9082-2 (Deutsche Ausgabe), 448 Seiten, 1. Aufl. 2009