
Das Gesäuse ist auf dieser Plattform schon mehrmals angesprochen worden und nicht zuletzt aus eigener Affinität zu dieser kleinen, aber einzigartigen Gebirgsgruppe, wird mit Sicherheit auch noch öfter darüber berichtet werden.
Namhafte ortsansässige Obersteirer haben nun nach langer Wartezeit den Auswahlkletterführer Gesäuse neu aufgelegt und damit ein noch nie da gewesenes, in Umfang und Detailliebe unvergleichliches Werk geschaffen. Quantitativ hat sich das Buch gegenüber der ersten Auflage beinahe verdoppelt. Nicht nur die Neuaufnahme neuer (und teilweise frisch sanierter) Routen, sondern auch die Erweiterung von so mancher Tour mit aufwendigen Topos machen diese neue Auflage zu einem wertvollen Informationsmedium für Kletterer. Die vielen Farbfotos ergänzen die präzisen Beschreibungen, Übersichtsfotos und Topos zu einem runden Gesamtbild. So erquicklich sich dieser Kletterführer “liest”, so kann man sich bereits im Wohnzimmer in jede Tour “hineinfühlen”. Wünschenswerter Maßstab für die Konkurrenz - Weit oben auf der Skala.
“Xeis Auslese – Auswahlkletterführer Gesäuse” von Jürgen Reinmüller und Andreas Hollinger ist 2009 beim Alpinen Rettungdienst Gesäuse erschienen und im Eigenverlag erschienen und im Fachbuchhandel und auf der Website erhältlich: 33,95 Euro. 490 Seiten, 2. Aufl. 2009

Auf dem Gipfel des Almkogels. Dahinter die schneebedeckten Gesäuseberge.
Warum der Almkogel im Sommer wie im Winter ein beliebter Wanderberg ist, wird spätestens klar, wenn wir auf seinem Gipfel stehen: Ein fabelhaftes Panorama, grüne Almwiesen und tiefe Einblicke in den Nationalpark. Eine ausgiebige Rundwanderung auf sanften Almwiesen von der Stallburgalm aus.
| 6 1/2 Std. – 1350 Hm
Talort: Weyer, 949 m
Anreise: Über die B 115 zwischen Steyr und Hieflau Richtung Weyer, dann Richtung Bhf. Kastenreith/Küpfern abzweigen. Über die kleine Ennsbrücke unter der Eisenbahnbrücke, dann nach rechts. Nach ca. 1,4 km links unter dem Viadukt zum Parkplatz.
Mit den ÖBB zum von St. Valentin, Kleinreifling oder Amstetten zur Hst. Kastenreith.
Ausgangspunkt: Bahnhof Kastenreith
Anforderungen: Bis zur Alm auf Forststraßen, schmale und markierte Steige zum Gipfel und am Kamm. Besonders beim Aufstieg zum Burgspitz und beim Abstieg vom Almkogel Trittsicherheit vorteilhaft.
Gehzeiten: Bhf. Kastenreith – Stallburgalm 2 1/4 Std. – Burgspitz 1 Std. – Almkogel 3/4 Std. – Stallburgalm 1 Std. – Bhf. Kastenreith 1 1/2 Std.
Stützpunkte: Stallburgalm, 1032 m
Karten: ÖK 50 4202 UTM |
Vom Bahnhof Kastenreith folgen wir der Straße zur kleinen Ennsbrücke, bleiben aber am selben Ennsufer und folgen der Straße flussabwärts bis zum Viadukt (ca. 1,4 km – bis hierher kann mit dem Auto gefahren werden). Der Aufstieg beginnt gemächlich die Asphaltstraße entlang bergwärts. Am ersten Haus rechts vorbei auf einen Traktorweg und über eine Holzbrücke (Weg Nr. 494). An einem kleinen Häuschen vorbei durch den Wald auf eine Forststraße. Bergauf gelangen wir schnell zu einer Kreuzung. Wir halten uns rechts und beginnen den langen „Straßenhatscher“ zur Stallburgalm. Anfangs geht es steil und direkt neben dem Bach bergauf, nach der ersten Serpentine verlassen wir den Graben und umgehen eine Jagdhütte in weitem Bogen. Nach dem „Teufelskircherl“, einem eigentümlichen Felszahn am Straßenrand, eröffnet sich ein wunderbarer Ausblick. „In den Mauern“ steht in der Karte – warum, wird beim Anblick der gegenüberliegenden Talseite klar. Kurz vor der Alm folgen wir rechts dem Weg durch den Wald und umgehen so die letzte Serpentine. Die Alm, lieblich eingebettet zwischen den schroffen Osthängen von Burgspitz und Almkogel, lädt schon zum Sitzen auf der Sonnenterrasse ein (direkter Anstieg auf den Almkogel möglich, 1 1/2 Std.). Doch nach kurzer Pause folgen wir dem Weg hinter der Hütte, der uns, indem er immer schmaler wird, zwischen Latschenkiefern auf die weiten Ödböden manövriert (Trittsicherheit). Am linken, südlichen Rand der Weide steil, aber ungefährlich, zur sanften Gipfelkuppe (1 Std.). Stets am Kamm bleibend führt uns der Weg Richtung Süden – auf und ab über das Brunnbacheck – zum Almkogel (3/4 Std.). Nach der aussichtsreichen Gipfelrast folgen wir dem Weg über die Ostflanke. In direkter Linie führt uns der Weg meist sehr steil auf eine kleine Einsattelung zwischen Alm- und Hühnerkogel – den Übergang (1216 m). Dem Weg nach Norden folgend erreichen wir – zuletzt auf Forststraßen – erneut die Stallburgalm. Der weitere Abstieg zum Bahnhof erfolgt auf dem Aufstiegsweg.


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Abgewandelter Auszug und Erweiterung der Tour aus dem Wanderbuch: “Wandererlebnis Kalkalpen – Die 50 schönsten Touren im Nationalpark”. Alle Rechte, insbesondere das des auszugsweisen Abdrucks und das der fotomechanischen Wiedergabe, vorbehalten. Residenz Verlag 2009.

Die Stallburgalm am Fuße des Burgspitz
| Alpiner Verein: |
Naturfreunde |
| Sektion: |
Weyer |
| Gebirgsgruppe: |
Oberösterreichische Voralpen |
| Kategorie: |
Kategorie I |
| Bewirtschaftung: |
Mitte Mai bis Ende Oktober an Wochenenden und Feiertagen. Wochentags Selbstversorgerhütte |
| Schlafplätze: |
Lager |
| Winterraum: |
Nein |
| sonstige Informationen: |
Warmwasser, Strom, WC |
| Karte: |
ÖK 50 4202 UTM |
| Kontakt: |
+43/7355/200 67 oder Hütte: +43/664/73511803, ed.ebner@aon.at |
In einem schmalen Seitengraben oberhalb des Ennstals liegt die Stallburgalm in einem wunderschönen Kessel zwischen Dürrentsteigkamm und dem Hühnerkogel. Von der Almhütte erreicht man unschwierig die umliegenden Gipfel und kann auf der großzügigen Hüttenterrasse auch einfach die ruhige Umgebung genießen.
Zwar ist die Stallburgalm keine Alm im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr ein an den Wochenenden bewirtschaftetes Schutzhaus, doch an Gemütlichkeit und guter Bewirtung fehlt es hier sicherlich nicht.
Anreise:
Mit den ÖBB zum Bahnhof Kastenreith oder Küpfern. Von dort zu Fuß zum Ausgangspunkt.
Hüttenzustieg:
Vom Parkplatz beim Viadukt. Siehe folgenden Beitrag.
Hüttenverbindungen:
Ennser Hütte, 1293 m
Schüttbauernalm, 1070 m
Gipfel:
Almkogel, 1513 m
Hühnerkogel, 1474 m
Burgspitz, 1429 m
Katzenhirn, 1393 m

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Diese Hütte finden Sie im Wanderbuch: “Wandererlebnis Kalkalpen – Die 50 schönsten Touren im Nationalpark”. Alle Rechte, insbesondere das des auszugsweisen Abdrucks und das der fotomechanischen Wiedergabe, vorbehalten. Residenz Verlag 2009.

Hoher Sonnblick und Goldzechkopf vom Hocharnkees
Die prominenten Gipfel der Goldberggruppe am Talschluss des Rauriser Tals sind im Winter wunderbare Skitourenziele. Die Besteigung des Hocharn – höchster Punkt der Gruppe – lässt sich ausgezeichnet mit einer Tour zum Hohen Sonnblick kombinieren.
| 4 - 5 Std. - 1650 Hm
Talort: Rauris, 949 m
Anreise: Von St. Johann/Pongau bzw. Bischofshofen od. von Zell/See über die B 311 nach Taxenbach. Von dort bis nach Rauris und weiter zum Talschluss nach Kolm Saigurn (Mautstraße). Mit den ÖBB nach Taxenbach und von dort mit dem Postbus nach Kolm Saigurn.
Ausgangspunkt: Naturfreunde-Haus Kolm Saigurn, 1598 m
Anforderungen: Skihochtour für ausdauernde und erfahrene Skitourengeher. Bei ausreichender Schneelage ist am spaltenarmen Hocharnkees auf Gletscherausrüstung zu verzichten.
Gehzeiten: Kolm Saigurn – Hocharn 4-5 Std.
Stützpunkte: Naturfreunde-Haus Kolm Saigurn, 1598 m
Karten: ÖK 50 3227 UTM, AV-Karte Nr. 42 |
Vom Naturfreunde-Haus ca. 100 m talauswärts bis zu einer kleinen Brücke. Dort nach links über den Bach und in einem Bogen über die Lacheggklamm in Richtung Seilbahnstütze die erste Steilstufe überwindend aufsteigen. Unter der beeindruckenden Nordwand des Sonnblicks in Richtung Pilatuskees. Im flacheren Teil nach rechts und mehrere Felsstufen umgehend etwas steiler auf das Hocharnkees und von dort auf den Gipfel.


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Naturfreunde-Haus Kolm Saigurn am Talschluss des Rauriser Tals
Sonnblickbasis nennt Pächter Hermann Maislinger selbst das Naturfreunde-Haus in Kolm Saigurn. Sicherlich ist der Hohe Sonnblick in den Hohen Tauern wohl einer der bekanntesten und auch meist besuchten Aussichtsgipfel in den Ostalpen, wozu die markante Form und das Observatorium am Gipfel zur Berühmtheit beigetragen haben. Doch fernab vom Sonnblick-Tourismus kann man vom Talkessel auch andere, einsamere Gipfelziele bequem erreichen. Im Winter ist das Haus perfekter Stützpunkt für Skitourengeher. Familien können sich auf die Spuren des für Rauris berühmten Goldabbaus begeben und die nähere Umgebung auf dem Gletscherlehrpfad erkunden.
Die vorbildlich geführte Hütte erwartet hungrige Tourengeher mit regionalen Spezialitäten. In drei verschiedenen Kategorien – Zimmer mit Dusche, Zimmer mit Etagendusche und Lager – findet die Unterbringung statt, womit für jedes Budget etwas dabei ist. Die Zimmer sind sauber und besitzen angenehmerweise ein Waschbecken. Duschen sowie Sauna sind ebenfalls kostenlos benützbar. Ich verbrachte einen schönen und vor allem komfortablen Kurzurlaub in angenehmer Atmosphäre.
Anreise:
Mit den ÖBB zum Bahnhof Taxenbach. Von dort mit dem Postbus bis nach Kolm Saigurn. Mit dem Auto über die Mautstraße zum Parkplatz Lenzanger.
Hüttenzustieg:
Vom Parkplatz Lenzanger ca. 30 Min.
Hüttenverbindungen:
Schutzhaus Neubau, 2175 m
Niedersachsenhaus, 2472 m
Duisburger Hütte, 2572 m
Rojacher Hütte, 2718 m
Zittelhaus, 3106 m
Gipfel:
Hocharn, 3254 m
Schareck, 3123 m
Hoher Sonnblick, 3106 m
Silberpfennig, 2600 m

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