Archiv für die 'Allgemein' Kategorie

2 Berge/2 Filme

Zahlreiche Berg- und anglizisiert: Mountainfestivals touren stets durch die Länder. Nach zwei an den Kinokassen und in der künstlerischen Umsetzung sehr erfolgreichen Kinofilmen - ich spreche von Nordwand und von Am Limit - kommen jetzt zwei weitere Filme zum Thema Berg in die heimischen Kinos. In Mount St. Elias von Gerald Salima begeben sich die zwei österreichischen Extremskifahrer Peter Ressmann und Axel Naglich, sowie der Amerikaner Jon Johnston nach Alaska um dort - wie es im Teaser heißt - die “längste Skiabfahrt der Welt” zu eröffnen.

Weltrekord in Raten

Ziel der Unternehmung ist die Besteigung und die Abfahrt über die gleiche Route des vierthöchtsten Berg Nordamerikas, der, aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Ozean, über ein ganz spezielles Mikroklima verfügt. 38 Meter Jahresschneemenge wurden am Fuße des Berges gemessen - welche Probleme das hinsichtlich der Lawinensituation mit sich bringen kann, brauche ich hier nicht zu erwähnen. Diesen speziellen Bedingungen zufolge ist die Abfahrt dann auch in zwei Teilen unternommen und gefilmt worden. Der obere Teil im Spätsommer und der untere aufgrund der Ausaperung dann im Winter.

Der bekannteste Salzburger Energiekracherlhersteller ist selbstverständlich mit Logo und Geld im Film omnipräsent. Ein weiteres filmisches Dokument über die Tatsache, dass Alpinismus nicht nur im puristischen Sinne von Alexander Huber betrieben werden kann, sondern auch als Trend- und Extremsportart Beachtung findet, was auch für Passivsportler mit viel Taurin nachzuempfinden wäre. Wobei ich bei den jüngsten Ereignissen lieber beim Wasser bleiben werde.

Extern: Standard Interview mit Hauptdarsteller Axel Naglich.

Schickalsberg Nanga Parbat

Dieses Attribut besitzt dieser 8000er im pakistanischen Karakorum seit dem nationalsozialistische Expeditionen auf tragische Weise scheiterten. Erst 1953 gelang es dem Tiroler Ausnahmealpinist Hermann Buhl in einem 41 stündigem Alleingang (!) den Gipfel zu erreichen. Unter Leitung des gleichen Expeditionsleiters von 1953, Karl Herrligkoffer, spielte sich jedoch 17 Jahre danach wohl eines der umstrittensten und bekanntesten Bergunglücke vor der schauderhaften Kulisse des “nackten Berges” ab. Der Bruder des wohl berühmtesten Bergsteigers unserer Zeit, Günther Messner, verunglückte während des Überschreitungsversuch im Abstieg in der berühmten Diamirflanke. Reinhold Messner gelang es schließlich abzusteigen.
Der deutsche Regisseur Joseph Vilsmaier hat das Drama aufgegriffen und erzählt die prägende Geschichte der Expedition von 1970 nach. Ab 2010 wird der Film zu sehen sein. Hoffentlich werden die hochgestecketen Erwartungen gehalten.

IMS Brixen – Countdown

IMS-Präsentation (2)Der Countdown läuft und morgen ist es soweit und der erste International Mountain Summit wird in Brixen/Südtirol stattfinden.

Nach der Pressekonferenz in der Franzensfeste im Eisacktal werden am Abend Reinhold Messner, Alexander Huber, Ines Papert, Simone Moro, Hans Kammerlander, Stefan Glowacz, Peter Geyer (Internationaler Bergführerverband IBV), Georg Simeoni (AVS), Annibale Salsa (Präsident des CAI) und Roberto Mantovani das Programm mit einer bestimmt spannenden Diskussionsrunde eröffnen.

Kurzporträts der Bergsteiger und weitere Informationen zum Programm findest du unter www.ims.bz

Auf den Geschmack gekommen?

Dann nimm die Gelegenheit war, entfliehe der grauen Novemberwelt und komm auch nach Südtirol. Lausche den Vorträgen, erlebe die Bergelite hautnah beim Wandern und genieße das historische Ambiente in Brixen. Der Hochtourist berichtet in Echtzeit vom IMS. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.

Rückblick auf die Remix 09 - Bing Maps

remix-logoAls Teilnehmer der Webdeveloper- und Webuser-konferenz am 1. Oktober in Wienwar ich bereits vom Programm im Vorhinein überrascht. Die Veranstaltung hielt schlussendlich das, was sie versprach, auch wenn man bemerken muss, dass dort verständlicherweise nur Entwicklungen und Programmlösungen des Veranstalters und Softwareherstellers Microsoft vorgestellt wurden.
Werbeveranstaltung hin oder her, besitzt MS einige in Zukunft interessante Details, die - besonders für mich interessant - im Special Track zu Bing Maps vom eigens aus Reading/UK angereisten Entwickler Johannes Kebeck in nonchalanter Leichtigkeit vorgetragen wurden. Und so kommt auch der hauseigenen Konkurrent zu Google Maps, Bing daher: die üblichen Satellitenaufnahmen sind nach der Idee von MS Virtual Earth fortgeführt.
Birds Eye Watch, also Vogelperspektive, nennt MS das Zusatzfeature, das vorerst nur Agglomerationen in den westlichen Industrieländern ablichtet. Sukzessive werden Städte in einem Raster überflogen und mit eigens entwickelten Kamerasystemen abfotografiert. Nach dem Zusammensetzten (“stitchen”) der Fotos werden diese dann georeferenziert und  bei Bing eingespeist. So erweitert MS die bereits bekannten Satellitenaufnahmen um eine zusätzliche Zoomstufe – Aufnahmen im 45 Grad Winkel von den Straßen Wiens sind bereits online zu bestaunen.
Silverlight3 und die deepzoom-Funktion wird die Anwendungen noch weiter verfeinern. Stellen Sie sich vor, Sie würden diese Anwendung auf Kartenbasis bedienen. Wäre unglaublich, nicht.

Bing Maps mit topografischer Wanderkarte

Sehr informativ waren die zwischenzeitlich stattfindenden Showcases von Bing Maps Partnern. Im ersten Block fiel meine Aufmerksamkeit auf Hubermedia.de und das vorgestellte Produkt eContent-Maps. POIs, und Touren in Bing Maps eingebunden ist nichts neues, doch um eine topografischen Wanderkarte erweitert, macht das Navigieren und Wechseln zwischen Karte und Luftbild Spaß. Bin schon gespannt wie das mit Silverlight erst aussieht.

Links:
http://maps.ausflugstipps.at/
http://maps.naturfreunde.at/
Stefan Huber und Hubermedia auf Tourismusforschung.at

Matterhorn Deepzoom

“So nah waren Sie noch nie am Matterhorn”, so MS Schweiz. Im Rahmen der Ausstellung The Magic of Software im Technorama Winterthur zum 20ig jährigem Jubiläum wurde dieses Tool gebastelt: Klicken und ausprobieren (Nach dem Motto “Finde die Solvay-Hütte”;-).

ExtremSportFilmNacht 2009

Auf den Wirtschaftsseiten diverser Zeitungen liest man schon länger von den hohen Zuwachsraten im Bergsport- und Outdoorbereich. Sportartikelhersteller freuen sich über den rasanten Aufwärtstrend, genauso wie sogenannte Extrembergsteiger, die - aufgrund wachsender Aufmerksamkeit - ihr Hobby zum Brotberuf machen können. Findige Unternehmer erkannten den Trend zeigerecht und nutzen den entstandenen Aufwärtssog.
Und was für Spielfilmregisseure die Academy Awards sind, ist im Bergbereich das international renommierte Banff Mountain Film Festival. Eine österreichische Agentur hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Österreichtour des kanadischen Filmfestivals jährlich durchzuführen. Rechtzeitig im Herbst lädt der Veranstalter zur jährlichen ExtremSportFilmNacht und tingelt in zweieinhalb Monaten quer übers Land. Von Kletterfilmen bis hin zu Basejumping wird alles gezeigt, was dem Label “extrem” so nahe wie möglich kommt.
Bleibt nur zu hoffen, dass heuer die Ton- und Saalqualität den geschmalzenen Eintrittspreisen gerecht wird (nicht so im letzten Jahr in der Messe Wien), oder mein Adrenalinspiegel steigt wieder an der Abendkassa.

Mehr Informationen unter: esfn.at

Feel the Himalaya

feel-the-himalaya !WEGEN DEMONSTRATIONEN AM VERANSTALTUNGSORT ABGESAGT! Am Samstag, den 8. November 2009 laden die Nepahlhilfe Beilngries, der OeAV Wien und Hauser Exkursionen zu einem besonderen Event ins alte AKH Wien ein. Der Name ist Programm. Folkloredarbietungen und kulinarische Spezialitäten aus den Ländern am höchsten Gebirge der Welt runden das hochkarätige Vortragsangebot von Peter Habeler, Hans Goger, Hans Thurner und Roland Maruna - um nur einige zu nennen - ab.
Zusätzlich können Sie die Gelegenheit nutzen und sich bei den verschiedenen Ausstellern unterschiedlichster Sparten zu informieren.
Der gesamte Erlös kommt der Nepalhilfe zu Gute.
Weitere Informationen zur Veranstalung finden Sie bei der Nepahlhilfe Beilngries oder hier als pdf.

IMS Brixen in München und Berlin

IMS-Präsentation (2)Die Vorbereitungen in Brixen scheinen auf Hochtouren zu laufen. Ein Presse-Event in München (Kletterhalle “High-East”) am 14. Oktober mit prominenter Besetzung macht Lust auf den erstmalig stattfindenden Gipfel im Südtiroler Eisacktal.
Neu ist, dass man sich, zeitgleich zur IMS, in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin Klettertipps von der nächsten Generation der Bergprominenz geben lassen kann. Kilian Fischhuber, Anna Stöhr und Jonas Baumann promoten die Produkte des neuen Kooperationspartners des IMS. Wer also am Wochenende am Kurfürstendamm spazieren geht, der kann getrost einen Abstecher machen – frei nach dem Motto: near. nahe. vicino.

Mehr Informationen auf www.ims.bz

Neu am Blog

Einige Leser wissen bereits, dass die Blogbeiträge schon seit längerer Zeit in Facebook gepostet werden. Nun geht es auch andersrum: Ab sofort erhält man die aktuellen Meldungen – Blogbeiträge und zusätzliche Posts –  über die beiden bekannten und beliebten Online-Plattformen. Fan wird man auf mit einem Klick rechts oben auf den Facebook-Button und das Gezwitscher kann man mit einem Klick darunter verfolgen.

Eure Lieblingsbeiträge könnt ihr von nun an auch auf sämtlichen Web 2.0-Seiten direkt posten oder bookmarken, wie es so schön heißt. Dank des neuesten Plugins am Blog ist das möglich: Am Beitragsende einfach den entsprechenden Button wählen.
RSS-Feeds für Schnellleser werden von nun an auch angeboten.
Viel Vergnügen. Der Hochtourist.

Alpine Haftungsfragen

Wiesbachhorn
Blick vom betroffenen Wiesbachhorn hinunter zum Stausee Mooserboden

Anlass ist ein Artikel im heutigen Standard. Die ersten touristischen Begehungen am Beginn des Alpinismus unternahm man stets mit Ortskundigen. So war es damals üblich nur mit Bergführer in die eisigen und unwirtlichen Berge aufzusteigen. Was man dann zu Anfang des 20. Jahrhunderts die wilden “Führerlosen” nannte und was in den fünfziger Jahren weiter in Personen wie z.B. Hermann Buhl Ausdruck fand ist heute nahezu alltäglich. Bergführerpartien sind ein seltenes Bild geworden, sogar im Hochgebirge - so gehen heute nicht nur erfahrene und ausdauernde Menschen auf die hohen Berge, sondern auch untrainierte Urlauber, die nicht über die nötige Selbsteinschätzung verfügen.
Diese Tatsache spitzt sich noch weiter zu, wenn man bedenkt, dass Skipisten und Seilbahnen zu den großen Errungenschaften in den Alpen zählen und, wie bereits Reinhold Messner in seiner dreiteiligen Dokumentation “Messners Alpen” gesagt hat, als “Sportgeräte” zu bezeichnen seien.
In diesem Spannungsverhältnis von mehr (untrainierten) Bergsteigern - also Nutzer – und vom Wegenetz als alpine Infrastruktur, stellt sich nun die Frage, ob der moderne (Wellness-) Bergsteiger noch genügend Selbstverantwortung mit sich trägt?
Leider werden im Selbstverständnis der Fitnessgeneration die Berge als Trainingsgebiet und die alpinen Weganlagen gerne als Sportgeräte angesehen. Wo bleibt die eigene Verantwortung, wenn man bergsteigen geht? Momentan ist eine Diskussion im Gange, die hohe Wellen schlägt.
Wer soll zukünftig die Wege betreuen, wenn man für Unfälle (un)geübter Bergsteiger haftbar gemacht werden kann? Bei schwindenden Mitgliederzahlen entziehen sich Alpenverein, Naturfreunde & Co. vermehrt Ihrer Aufgabe als Wegeerhalter. Soll dies in Zukunft die Aufgabe einzelner Gemeinden werden? Soll dann der Bürgermeister für Unfälle haften, wie in Unterach am Attersee? Wo bleibt die Selbstverantwortung für Bergsteiger? Um das neuliberale Bürokratentum zu befriedigen wäre ich für einen Bergführerschein – wie wärs mit European Mountaineering Driving License. Euer Hochtourist.

Mehr dazu im heutigen Standard unter dem Titel “Haftungsfragen machen alpine Wege unsicher” und betreffend dem Urteil von Unterach in der Kleinen Zeitung unter dem Titel “Es soll nicht werden wie in Amerika”. Die Salzburger Nachrichten titelten: “Das kann sich niemand leisten” .

Remix 09

remix-logoDie Konferenz für Web-Developer und -Designer findet heuer am 1. Oktober in Wien statt. In den sogenannten Tracks (Developer/Design) kann man sich kostenlos Vorträge zu den neuesten Features von Entwicklern und Spezialisten der Microsoft Corporation Redmond zu Gemüte führen. Der Grund, warum nur Speaker vom großen Softwarekonzern Microsoft zugegen sind ist einfach: Veranstalter ist die nationale Niederlassung in Wien.

Warum nimmt hochtourist.at an der Konferenz teil? Ein weiterer und sehr interessanter Track ist des Rätsels Lösung: Die ehemals als “Live-Maps” firmirenden online Satelliten- und Luftbildkarten des Veranstalters werden von den Entwicklern des britischen Standorts auf ihre Verwendbar- und Verwertbarkeit für Unternehmen und Endverbraucher vorgestellt. Die Rede ist von “Bing Maps”. Nicht nur Vorträge über die Vorzüge dieses Produktes sind zu hören, sondern es werden auch Vergleiche mit bereits am Markt etablierten Lösungen versprochen, so die Ankündigung auf der Webseite.

Zwar verwendet Google mittlerweile unglaublich scharfes Bildmaterial im Alpenraum, doch die atemberaubenden Luftbilder von Microsoft/Bing sind nach wie vor ein verspieltes und interessanten Detail bei Online-Karten.
Im Hinblick auf die Verwendbarkeit im diesem Blog, werde ich an der Konferenz teilnehmen und testen inwieweit dieses Material für die Darstellung der Routen interessant ist - Ich werde berichten.

Remix 09 - Die Konferenz für Web-Designer und Web-Developer” findet am 1. Oktober 2009 in Wien statt. Die Teilnahme ist gegen Anmeldung kostenlos.