Theodor-Körner-Hütte, 1458 m

Körner-Hütte
Die Theodor-Körner-Hütte unter der Bischofsmütze

Alpiner Verein: ÖAV
Sektion: Akademische Sektion Wien
Gebirgsgruppe: Dachsteingebirge – Gosaukamm
Kategorie: I
Bewirtschaftung: Anfang Juni – Mitte Oktober
Schlafplätze: Lager 33/Zimmer 6
Winterraum: Nein
sonstige Informationen: Umweltgütesiegel, Dusche, Warmwasser, Strom, Hunde geduldet, Mobilfunknetz, schöne Sonnenterrasse, hervorragendes Essen
Karte: AV-Karte Nr. 14, ÖK 50 3217 UTM
Kontakt: +43/664/9166303, Homepage

Die Theodor-Körner-Hütte möchte ich als erste hier vorstellen, denn in dieser Hütte hab ich mich wohl und gut aufgehoben gefühlt, wie schon lange in keiner anderen mehr. Die Wirtsleute sind nicht um Auskünfte verlegen. Ganz im Gegenteil: Die kleine und liebevoll eingerichtete Hütte liegt etwas Abseits der touristisch überlaufenen Regionen Dachstein und Salzkammergut – am Ende des Lammertals hoch über Annaberg, wo die Hüttenterrasse zum herrlichen Rundblick auf Tennengebirge, Hochkönig und Großglockner einlädt. Dahinter ragt die weithin bekannte und berühmte Silhouette der Bischofsmütze empor. Die Sanitärräume sind neu und werden täglich geputzt. Der Gastraum ist gemütlich und scheint ebenfalls neu zu sein und wer im sauberen Lager eine Nacht verbringt, wird sich selbst über den Komfort dieser Hütte ein Bild machen können. Der Wirt ist staatlich geprüfter Berg- und Schiführer und jederzeit für eine Tour zu buchen. Neben Donnerkogel, 2054 m, Angerstein, 2100 m und Mandlkogel 2279 m (um nur einige Gipfel zu nennen) bietet das Wandergebiet Gosaukamm auch genügend Entfaltungsmöglichkeiten für ambitionierte Bergsteiger und Kletterer. Die Umrundung des Gosaukamms und die Verbindung zur Dachsteinrunde über die Adamekhütte sind die Highlights der Salzburger Dolomiten. Ein vergessenes Stück Berglandschaft wartet darauf wieder entdeckt zu werden. Den Tag auf der Theodor-Körner-Hütte ausklingen zu lassen bei ausgezeichneter Küche und der einmaligen Kulisse war heuer eines meiner schönsten Bergerlebnisse. Vielen Dank den Wirtsleuten Dorli und Blas!

Anreise:
Mit den ÖBB zum Bahnhof Golling oder Eben/Pongau. Von dort mit dem Bus nach Annaberg im Lammertal.

Hüttenzustieg:
Annaberg – Parkplatz Pommerbauer – 1 1/4 Std.

Hüttenverbindungen:
Gablonzer Hütte, 1522 m
Hofpürglhütte, 1705 m

Gipfel:
Mandlkogel, 2279 m
Angerstein, 2100 m
Donnerkogel, 2054 m
Donnerkogel – Westwand, 2054 m

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GPS-Wegpunkt (Download mit rechter Maustaste “Ziel speichern unter…”)

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2 Responses to “Theodor-Körner-Hütte, 1458 m”


  • Stefan Schuetzinger

    Wir waren über´s verlängerte Wochenende vom 2. auf den 3. Oktober 2011 mit unseren beiden kids auf der Hütte. Das Essen war wirklich sehr gut, die Wirtsleute mit ihren Kindern sehr freundlich und die Betten sehr sauber. Die Waschgelegenheiten etwas eingeschränkt, aber das muß man in Kauf nehmen. Da wir eben über Nacht blieben, schien uns der Weg vom Pommer etwas zu kurz und wir stiegen dann von Annaberg auf. Dabei nahmen wir einen Einstieg ca. 600 m vor der Seilbahn Richtung Lungötz. Wir folgten hier den Beschreibungen von Einheimischen, bzw. später dann von zwei deutschen Touristen, die in der Gegend ein Ferienhäuschen haben und ortskundig waren. So gingen wir etwas “wild” nachdem wir die Forststrasse verlassen hatten den Rauchenbach auf der rechten Seite entlang bis wir zu ein paar Hütten kamen. Dort suchten wir schon etwas nervös unseren Weg nach oben und entschieden uns einen “Schlag” hochzusteigen um von einer Anhöhe dann nach links zu queren, wo wir eine Fahne auf einer Anhöhe erkennen konnten. Der Anstieg im “Schlag” war sehr steil, aber die Entscheidung lohnte sich, als etwa auf halber Höhe ein Jägersteig querte. Diesem folgten wir bis der Weg abflachte. Einige Zeit später sahen wir die rot-weiß-rot Markierungen und wir hatten dann nur mehr eine knappe halbe Stunde zum Ziel. Die kids waren noch recht fit und ich war froh, daß wir das Ziel nach mehr als vier Stunden erreichten. Eine wunderschöne Wanderung mit etwas Abenteuer.

  • Touren von der Theodor Körner Hütte
    Sektionstour DAV Achental im Dachstein-Gosaukamm
    Am Samstag, 31. Juli, brachte das Busunternehmen Hausladen aus Grassau 20 Teilnehmer unter Leitung von Günter Altinger zum Ausgangspunkt Parkkplatz Pommerbauer bei Annaberg im Lammertal (980 m). Bei trockenem, leicht bewölktem Wetter ging es über Forststraße und Bergpfade hinauf an der Stuhlalm vorbei und wir erreichten nach knappen 1 ½ Std. die Theodor Körner Hütte (1454 m), westseits des Gosaukamms. Dort wurden wir von den Hüttenleuten Dorli und Blas Rettenegger herzlichst begrüßt. Von der kleinen, urigen Hütte waren alle sofort begeistert und die zuvorkommende, nette Gastfreundlichkeit ist hervorzuheben. Die schön gegliederten Infotafeln bei der Hütte zeigen viele mögliche Touren auf, die man von hier aus starten kann.
    Nach der ersten Bewirtung der Teilnehmer machten wir uns auf, den Großen Donnerkogel zu erzwingen. Alle Teilnehmer meisterten mit Bravour schwierige Passagen über Strichkogelscharte und Steinriesenkogel, die zum Teil Drahtseil gesichert waren. Nach 3 ½ Std. erreichten wir den 2054 m hohen Gipfel des Großen Donnerkogel. Nach einer kurzen Pause stiegen wir ab und über den Austriaweg kamen wir um 18:30 Uhr glücklich, aber etwas geschafft an der Hütte an. Drei der Teilnehmer machten sogar den 2100 m hohen Angerstein als Fleißaufgabe, alle Hochachtung.
    Abends wurden wir mit einem hervorragenden Dreigängemenü verwöhnt. Die Liebe zum Detail zeigte sich bei den Gerichten. Kein Wunder, wenn man das liebevoll gepflegte Gewürzgarterl gesehen hat. Der Abend war dann ausgefüllt mit anregenden Gesprächen.
    Um 7 Uhr am nächsten Tag gab es ein reichhaltiges Frühstück. Wo findet man heute eine Hütte, wo ein „Nachschlag“ ganz selbstverständlich ist. Gestärkt machten wir uns auf, den Gosaukamm zu umrunden. Blauer, wolkenloser Himmel begleitete uns, ein traumvoller Tag war uns beschert. Auf dem Schwarkogl’s Jöchl trennten sich die Wege.
    Renate ging mit 5 Teilnehmern zurück zur Theodor Körner Hütte, kehrten dort zum 2. Frühstück nochmals ein und machten sich dann auf über die Gablonzer Hütte den Vorderen Gosausee zu erreichen.
    Die anderen folgten dem Austriaweg zur Hofpürglhütte (1705 m, 2 ½ Std Gehzeit). Nach einer Trinkpause ging es über Schotter und felsige Abschnitte hinauf zum Steiglpass. Mit nur 55 Minuten Aufstiegszeit wurde die Vorgabe von 1 ½ Std. kräftig unterboten. Jetzt hatten wir uns eine ausgiebige Brotzeit verdient. Der Abstieg führte über Geröllfelder, Gletscherschliffe, vorbei an einer Doline und im letzten Drittel durch lichten Lärchenwald. Nach 3 Std. erreichten wir den Vorderen Gosausee. Diese Tour mit knapp 16 km, 600 Aufstiegs- und 1200 Abstiegsmetern war die Krönung der Sektionstour. Auch die zweite Gruppe brauchte sich mit ihrer Leistung nicht zu verstecken (10 km und 400 Hm rauf und 900 Hm runter). Bis zur Abfahrt gegen 17 Uhr kehrten alle in der Seeklausalm ein.
    Der Busfahrer Sepp vom Hausladen brachte uns wohlbehalten nach Grassau zurück.

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