Monatsarchiv für Januar 2009

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Dream Teams / Bruckmann

dreamteams001Horst Höfler hat im September ein weiteres Stück Alpingeschichte in einer etwas ungewöhnlichen Form veröffentlicht. Sonst für Bio- und Bergsmonographien bekannt, wird im aktuellen Buch auf die erfolgreichsten Seilschaften des Alpinismus Bezug genommen. Eine schöne und reich bebilderte Übersicht über die herausragendsten Bergsteigerinnen und Bergsteiger im Alpenraum vom Beginn des Bergsteigens bis heute. Die Seilschaften wurden sorgfältig ausgewählt und die Texte werden Teils mit Originalzitaten ergänzt. Am Schluss der Kapitel bietet ein schmaler Infokasten Überblick über die größten Erfolge und Touren der Seilschaft. Ein schönes Dokument mit bekannten Namen aus der Bergsteigerzunft gibt kleine Einblicke in die Biographien berühmter und teils vergessener Alpinisten wie zB.: Whymper/Carrel, Gebrüder Zsigmondy/Purtscheller, Herzog/Haber, Buhl/Vigl, Schubert/Werner, Kaltenbrunner/Dujmovits.

“Dream Teams – Die erfolgreichsten Seilschaften des Alpinismus” von Horst Höfler ist 2008 im Bruckmann Verlag (München) erschienen und im gut sortierten Buchhandel erhältlich: 29,95 Eur [D] / 30,80 Eur [A]. ISBN: 978-3-7654-4496-8, 144 Seiten, 1. Aufl. 2008

Theodor-Körner-Hütte, 1458 m

Körner-Hütte
Die Theodor-Körner-Hütte unter der Bischofsmütze

Alpiner Verein: ÖAV
Sektion: Akademische Sektion Wien
Gebirgsgruppe: Dachsteingebirge – Gosaukamm
Kategorie: I
Bewirtschaftung: Anfang Juni – Mitte Oktober
Schlafplätze: Lager 33/Zimmer 6
Winterraum: Nein
sonstige Informationen: Umweltgütesiegel, Dusche, Warmwasser, Strom, Hunde geduldet, Mobilfunknetz, schöne Sonnenterrasse, hervorragendes Essen
Karte: AV-Karte Nr. 14, ÖK 50 3217 UTM
Kontakt: +43/664/9166303, Homepage

Die Theodor-Körner-Hütte möchte ich als erste hier vorstellen, denn in dieser Hütte hab ich mich wohl und gut aufgehoben gefühlt, wie schon lange in keiner anderen mehr. Die Wirtsleute sind nicht um Auskünfte verlegen. Ganz im Gegenteil: Die kleine und liebevoll eingerichtete Hütte liegt etwas Abseits der touristisch überlaufenen Regionen Dachstein und Salzkammergut – am Ende des Lammertals hoch über Annaberg, wo die Hüttenterrasse zum herrlichen Rundblick auf Tennengebirge, Hochkönig und Großglockner einlädt. Dahinter ragt die weithin bekannte und berühmte Silhouette der Bischofsmütze empor. Die Sanitärräume sind neu und werden täglich geputzt. Der Gastraum ist gemütlich und scheint ebenfalls neu zu sein und wer im sauberen Lager eine Nacht verbringt, wird sich selbst über den Komfort dieser Hütte ein Bild machen können. Der Wirt ist staatlich geprüfter Berg- und Schiführer und jederzeit für eine Tour zu buchen. Neben Donnerkogel, 2054 m, Angerstein, 2100 m und Mandlkogel 2279 m (um nur einige Gipfel zu nennen) bietet das Wandergebiet Gosaukamm auch genügend Entfaltungsmöglichkeiten für ambitionierte Bergsteiger und Kletterer. Die Umrundung des Gosaukamms und die Verbindung zur Dachsteinrunde über die Adamekhütte sind die Highlights der Salzburger Dolomiten. Ein vergessenes Stück Berglandschaft wartet darauf wieder entdeckt zu werden. Den Tag auf der Theodor-Körner-Hütte ausklingen zu lassen bei ausgezeichneter Küche und der einmaligen Kulisse war heuer eines meiner schönsten Bergerlebnisse. Vielen Dank den Wirtsleuten Dorli und Blas!

Anreise:
Mit den ÖBB zum Bahnhof Golling oder Eben/Pongau. Von dort mit dem Bus nach Annaberg im Lammertal.

Hüttenzustieg:
Annaberg – Parkplatz Pommerbauer – 1 1/4 Std.

Hüttenverbindungen:
Gablonzer Hütte, 1522 m
Hofpürglhütte, 1705 m

Gipfel:
Mandlkogel, 2279 m
Angerstein, 2100 m
Donnerkogel, 2054 m
Donnerkogel – Westwand, 2054 m

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GPS-Wegpunkt (Download mit rechter Maustaste “Ziel speichern unter…”)

Gesäuse-Pioniere / Schall Verlag

Gesäusepinoiere001 Ein 384 Seiten starkes Stück Alpingeschichte ist im September im Verlag von Kurt Schall erschienen. Eher unüblich im Vergleich zu bisherigen Erscheinungen im Verlag, wird äußerst souverän neues Terrain betreten. Die Herausgeberschaft und Autoren – keine unbekannte Dame und keine unbekannten Herren – haben akribisch genau die Erschließungsgeschichte der, wie es im Untertitel heißt, “Universität des Bergsteigens” festgehalten. Das schön aufgemachte und mit zahlreichen Bildern bestückte Werk bedient sich inhaltlich hauptsächlich den Biographien der wichtigsten, um nicht zu sagen aller einwirkenden, Akteurinnen und Akteure. In mehreren Kapiteln werden die Entdecker, Erschließer, Eroberer usw. chronologisch abgehandelt. Von Adolf Noßberger bis Christian Stangl und von Fritz Kasparek bis Karl Prusik wird den bedeutendsten Gesäuse-Erschließern  Der eine oder andere Name welcher vorab vielleicht bekannt war, fügt sich bei der Lektüre in die komplette Erschließungsgeschichte ein. Auf eine straffe Chronologisierung der Besteigungen und Leistungen wurde bei den einzelnen Artikel glücklicherweise verzichtet. Anekdoten und Abrisse aus erlebten Situationen werden dem Leser geboten, ergänzt durch zahlreiche Tabellen. Somit ein kurzweiliges Buch, welches nicht nur Einblicke in die Erschließung, sondern auch Einblicke in das Leben der Erschließer selbst bietet.

“Gesäuse-Pioniere, Alpingeschichte aus der Universität des Bergsteigens” von Josef Hasitschka, Ernst Kren und Adolf Mokrejs ist 2008 im Schall-Verlag (Alland) erschienen und ab sofort im Buchhandel zum Preis von € 29,80 erhältlich. ISBN: 978-3-900533-53-3, 384 Seiten, 1. Auflage 2008

Admonter Haus, 1723 m

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Hinter dem Admonterhaus links Natterriegel und rechts vorne Mittagskogel

Alpiner Verein: ÖAV
Sektion: Sektion Admont
Gebirgsgruppe: Ennstaler Alpen – Haller Mauern
Kategorie: I
Bewirtschaftung: Ende Mai – Ende Oktober (je nach Schneelage)
Schlafplätze: Lager 32
Winterraum: Offen
sonstige Informationen: Warmwasser, Strom, Mobilfunknetz, schöne Sonnenterrasse
Karte: AV-Karte Nr. 16, ÖK 50 Nr. 4208 UTM
Kontakt: +43/3613/3552, Homepage

Das Admonter Haus ist eine urige Hütte direkt am Grabnertörl. Bei meinen Bergtouren zu den wunderschönen Gipfeln im den östlichen Haller Mauern hab ich dem Admonter Haus einen kurzen Besuch abgestattet. Die Bedienung ist sehr freundlich und zuvorkommend. Zwischen den Gipfeln von Grabnerstein und Mittagskogel kann man vor der Hütte ins weite steierische Ennstal blicken. Von den umliegenden Gipfeln hat man wunderschöne Rundblicke vom Dachstein, Totes Gebirge, Gesäuse bis zu den Wiener Hausbergen. Besonderheiten sind die beiden Klettersteige. Gleich hinter der Hütte kann man den Jungfernsteig auf den Grabnerstein gehen und über Mittagskogel und Natterriegel erreicht man den Hexensteig auf den höchsten und zugleich unwirtlichsten Gipfel die von der Hütte aus zu erreichen sind. Empfehlen kann ich die Tour auf den Hexenturm bei der man im Auf- oder Abstieg den Grabnerstein noch “mitnimmt”. Gemütliche Hütte mit sehr lohnenden Bergzielen.

Anreise:
Mit den ÖBB zum Bahnhof Weißenbach/St. Gallen oder Admont. Von dort mit dem Bus auf den Buchauer Sattel.

Hüttenzustieg:
Buchauer Sattel – 2 1/2 Std.

Hüttenverbindungen:
Rohrauerhaus, 1308 m

Gipfel:
Grabnerstein, 1847 m
Mittagskogel, 2041 m
Natterriegel, 2065 m
Hexenturm, 2172 m

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GPS-Wegpunkt (Download mit rechter Maustaste “Ziel speichern unter…”)

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Mehr Informationen: “Wandererlebnis Kalkalpen – Die 50 schönsten Touren im Nationalpark”. Alle Rechte, insbesondere das des auszugsweisen Abdrucks und das der fotomechanischen Wiedergabe, vorbehalten.