Ein 384 Seiten starkes Stück Alpingeschichte ist im September im Verlag von Kurt Schall erschienen. Eher unüblich im Vergleich zu bisherigen Erscheinungen im Verlag, wird äußerst souverän neues Terrain betreten. Die Herausgeberschaft und Autoren – keine unbekannte Dame und keine unbekannten Herren – haben akribisch genau die Erschließungsgeschichte der, wie es im Untertitel heißt, “Universität des Bergsteigens” festgehalten. Das schön aufgemachte und mit zahlreichen Bildern bestückte Werk bedient sich inhaltlich hauptsächlich den Biographien der wichtigsten, um nicht zu sagen aller einwirkenden, Akteurinnen und Akteure. In mehreren Kapiteln werden die Entdecker, Erschließer, Eroberer usw. chronologisch abgehandelt. Von Adolf Noßberger bis Christian Stangl und von Fritz Kasparek bis Karl Prusik wird den bedeutendsten Gesäuse-Erschließern Der eine oder andere Name welcher vorab vielleicht bekannt war, fügt sich bei der Lektüre in die komplette Erschließungsgeschichte ein. Auf eine straffe Chronologisierung der Besteigungen und Leistungen wurde bei den einzelnen Artikel glücklicherweise verzichtet. Anekdoten und Abrisse aus erlebten Situationen werden dem Leser geboten, ergänzt durch zahlreiche Tabellen. Somit ein kurzweiliges Buch, welches nicht nur Einblicke in die Erschließung, sondern auch Einblicke in das Leben der Erschließer selbst bietet.
“Gesäuse-Pioniere, Alpingeschichte aus der Universität des Bergsteigens” von Josef Hasitschka, Ernst Kren und Adolf Mokrejs ist 2008 im Schall-Verlag (Alland) erschienen und ab sofort im Buchhandel zum Preis von € 29,80 erhältlich. ISBN: 978-3-900533-53-3, 384 Seiten, 1. Auflage 2008
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